Rehabilitation nach einer Verletzung: Wann sind elastische Trainingsbänder für Ihr Pferd sinnvoll?

Rehabilitation After Injury: When Are Elastic Training Bands Appropriate for Your Horse?

Die Rehabilitation ist einer der Bereiche, in denen elastische Trainingsbänder am häufigsten diskutiert werden. Gleichzeitig ist sie auch einer der Bereiche, in denen die falsche Entscheidung die Heilung verzögern oder eine Verletzung sogar verschlimmern kann.

In diesem Leitfaden möchten wir ehrlich darstellen, was die Forschung tatsächlich unterstützt, welchen Platz Trainingsbänder in einem Rehabilitationsprogramm haben und ebenso wichtig, wo ihre Grenzen liegen.

Das Ziel ist nicht, Sie von einer bestimmten Lösung zu überzeugen.

Das Ziel ist, Ihnen eine bessere Grundlage für das Gespräch mit Ihrem Tierarzt zu geben.

Beginnen Sie hier: Rehabilitation ist eine tierärztliche Entscheidung

Zunächst gilt: Ein Pferd, das sich von einer Verletzung, Rückenschmerzen oder Lahmheit erholt, benötigt eine Diagnose und einen Rehabilitationsplan von einem Tierarzt, idealerweise mit Erfahrung in der Sportpferdemedizin und gegebenenfalls ergänzt durch einen Pferdephysiotherapeuten.

Trainingsbänder, Stangenarbeit, Bodenarbeit und gerittene Übungen sind Werkzeuge.

Sie können unter den richtigen Umständen hervorragende Werkzeuge sein, ersetzen jedoch niemals eine Diagnose.

Ein Pferd mit Kissing Spines, einer Erkrankung des Iliosakralgelenks, einer Fesselträgerverletzung oder ein Pferd mit einer leichten Bewegungsasymmetrie kann von außen betrachtet ähnlich aussehen und den Eindruck eines „Rückenproblems“ vermitteln. Die richtige Rehabilitation unterscheidet sich jedoch bei jeder dieser Diagnosen erheblich.

Wenn Ihr Pferd noch nicht tierärztlich untersucht wurde, beginnen Sie bitte nicht mit einem Trainingsprogramm auf Basis von Trainingsbändern.

Beginnen Sie mit dem Tierarzt.

Wo passen elastische Trainingsbänder in den Rehabilitationsprozess?

Vorausgesetzt, eine Diagnose liegt vor und Ihr Tierarzt hat Schrittführen oder leichte Rehabilitationsarbeit freigegeben, können elastische Trainingsbandsysteme eine unterstützende Rolle spielen.

In der Regel werden sie in späteren Phasen der Rehabilitation eingeführt, wenn die akute Phase überstanden ist, die Gewebeheilung begonnen hat und das Pferd einem schrittweise steigenden Trainingsprogramm folgt.

Ihre Funktion in dieser Phase ist klar definiert: Sie sollen einen sanften propriozeptiven Reiz vermitteln, also eine sensorische Erinnerung, die das Pferd dazu anregt, seine Rumpf- und Hinterhandmuskulatur während der Bewegung aktiver einzusetzen.

Die Bänder zwingen das Pferd nicht in eine bestimmte Haltung.

Sie geben lediglich einen Impuls, auf den das Pferd selbstständig reagiert.

Dadurch werden sie häufig von Pferden besser akzeptiert als stärker einwirkende Hilfsmittel.

Was die Forschung tatsächlich über Trainingsbänder in der Rehabilitation zeigt

Im Jahr 2023 veröffentlichten Forscher der University of Georgia die erste Studie, die speziell den Einsatz elastischer Widerstandsbänder bei lahmen Pferden untersuchte.

Acht Pferde mit leichter Hinterhandlahmheit oder Bewegungsasymmetrie wurden über einen Zeitraum von vier Wochen an fünf Tagen pro Woche mit dem Equiband-Pro-System im Schritt geführt. Die Bandspannung betrug etwa 30 Prozent.

Pferde mit mittelgradiger oder schwerer Lahmheit wurden ausdrücklich von der Studie ausgeschlossen.¹

Die Ergebnisse waren sowohl ermutigend als auch aufschlussreich.

Innerhalb der vier Wochen:

* Die Symmetrie der Stützphase der Hintergliedmaßen im Trab verbesserte sich, objektiv gemessen auf Kraftmessplatten.
* Die Stabilität der Wirbelsäule nahm zu. Der Bewegungsumfang im ruhigen Stand verringerte sich, was darauf hindeutet, dass die Pferde ihren Körper stabiler tragen konnten.
* Die Asymmetrie der Rückenschmerzempfindlichkeit verbesserte sich. Zu Beginn der Studie waren die Pferde auf der Seite des lahmen Hinterbeins empfindlicher. Nach vier Wochen war dieser Unterschied weitgehend verschwunden.

Worauf Sie achten sollten: Warnsignale für eine Pause und Neubewertung

Wenn Ihr Pferd eines der folgenden Anzeichen zeigt, sollten Sie die Trainingsbänder entfernen und Ihren Tierarzt oder Physiotherapeuten kontaktieren:

* Neue oder sich verschlechternde Lahmheit
* Schweifschlagen, angelegte Ohren oder Widerstand, der zuvor nicht vorhanden war
* Einen abgesenkten oder hohlen Rücken nach dem Anlegen der Bänder
* Verstärktes Schwitzen, Veränderungen der Atmung oder mangelnde Bereitschaft, vorwärtszugehen
* Hautreizungen oder Scheuerstellen in den Bereichen, in denen die Bänder oder die Schabracke aufliegen

Keines dieser Anzeichen bedeutet automatisch, dass Trainingsbänder grundsätzlich ungeeignet sind.

Es bedeutet vielmehr, dass dieses Pferd an diesem Tag wichtige Informationen liefert.

Diese Signale sollten ernst genommen und nicht ignoriert werden.

Zusammenarbeit mit Ihrem tierärztlichen Team

Die erfolgreichsten Rehabilitationsprogramme haben meist eines gemeinsam: eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten.

Tierarzt, Physiotherapeut, Reiter und häufig auch Trainer arbeiten zusammen und tauschen Beobachtungen aus.

Wenn Trainingsbänder eingesetzt werden, sind sie lediglich ein Baustein innerhalb dieses Gesamtkonzepts.

Sie funktionieren am besten, wenn alle Beteiligten verstehen:

* Welche Rolle das Bandsystem innerhalb der Rehabilitation spielt
* Welche Ziele erreicht werden sollen
* Wann der nächste Schritt sinnvoll ist
* Welche Kriterien für Fortschritt oder Anpassungen gelten

Wenn ein Trainingshilfsmittel ohne Abstimmung mit dem tierärztlichen Team eingeführt wird, entstehen zwei Risiken.

Zum einen können Anzeichen einer Verschlechterung übersehen werden, die ein Fachmann frühzeitig erkannt hätte.

Zum anderen wird es schwierig festzustellen, ob das Hilfsmittel tatsächlich geholfen oder die Rehabilitation behindert hat.

Eine Anmerkung zu CORE by D in der Rehabilitation

Die oben zitierte Forschung wurde überwiegend mit dem Equiband-Pro-System durchgeführt.

CORE by D gehört zur gleichen Kategorie von Trainingshilfsmitteln, also elastischen Trainingsbandsystemen, die an einer Schabracke befestigt werden.

Die konkreten Studien wurden jedoch nicht mit unserem Produkt durchgeführt.

Wir sind der Ansicht, dass die grundlegenden Prinzipien hinter diesen Untersuchungen, propriozeptives Feedback, sanfte Aktivierung der Rumpfmuskulatur und der Verzicht auf erzwungene Haltungen, auf gut konzipierte Systeme dieser Kategorie allgemein übertragbar sind.

Deshalb arbeiten wir eng mit Tierärzten, Trainern und weiteren Fachleuten zusammen, um sicherzustellen, dass CORE by D im Einklang mit diesen Grundsätzen eingesetzt wird.

Wenn Ihr Tierarzt der Meinung ist, dass ein elastisches Trainingsbandsystem eine sinnvolle Ergänzung der Rehabilitation Ihres Pferdes sein könnte, helfen wir Ihnen gerne dabei zu verstehen, wie CORE by D in diesen Prozess passen kann.

Und ebenso wichtig: Wir sagen Ihnen auch ehrlich, wenn der richtige Zeitpunkt dafür noch nicht gekommen ist.

Möchten Sie mehr über CORE by D erfahren?

Das CORE by D Complete Set wurde entwickelt, um bei Bodenarbeit, Longieren und Reiten einen sanften propriozeptiven Reiz zu geben und die Aktivierung von Rumpf- und Hinterhandmuskulatur zu unterstützen.

Erfahren Sie mehr darüber, wie das System als Teil eines durchdachten Trainings- oder Rehabilitationsprogramms eingesetzt werden kann.

Literatur

1. Ellis KL, Goldberg MR, Aguirre GE, Moorman VJ. The effect of a 4-week elastic resistance training regimen in horses with non-performance limiting hindlimb lameness. Journal of Equine Rehabilitation. 2023;1:100003. doi:10.1016/j.eqre.2023.100003
2. Pfau T, Simons V, Rombach N, Stubbs N, Weller R. Effect of a 4-week elastic resistance band training regimen on back kinematics in horses trotting in-hand and on the lunge. Equine Veterinary Journal. 2017;49(6):829–835. doi:10.1111/evj.12690